Sonntag, 31. Mai 2015

Milch-Eiweiß-Unverträglichkeit - ein Drama in 8 Akten

Heute war ein wichtiger Tag für uns. Einmal mehr haben wir Sami auf die Waage gelegt und sind mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Wie auch in den letzten Tagen hat er sehr gut zugenommen und sein kleiner Körper sieht immer besser aus - Sami geht es gut, er entwickelt sich prächtig. Nachdem wir uns in den letzten Wochen verrückt gemacht haben, ob es alles gut wird und die Waage einen großen Teil zu dieser Sorge beigetragen hat, haben wir uns heute entschieden genau diese weg zu packen.

SEHR ERLEICHTERND ! Aber woher kommt diese Sorge ?

1. Akt - "ein Riese wird er nicht"
Irgendwie hatten wir in den ersten Wochen immer den Eindruck, dass Sami etwas klein und dünn ist. Tatsächlich haben wir uns aber nix tieferes dabei gedacht, dachten unser Eindruck wäre durch den 1,90m Papa, der sich auch bei stärkerem Wind nicht festhalten muss, getrübt. Leider erinnerten wir uns genau jetzt an die Worte des Frauenarztes, dass unser - damals noch - Böhnchen wohl kein Riese werden würde. Unsere Sorge wuchs.

2. Akt - "Inception"
Bereits im Krankenhaus hatte Sami mehr abgenommen, als es den Schwestern lieb war. Er trank nicht die Menge, die "Mann" als Neugeborener so trinken sollte. Damals hat er gerade so das Mindestgewicht erreicht, dass wir ihn mitnehmen durften. Tja, von da an schwirrt dieser Gedanke im Hinterkopf und die Sorge bzw. die Unsicherheit wächst.

3. Akt - Was der Windelinhalt alles aussagen kann
Bereits vor der ersten Impfung ist mir Sami's Windelinhalt komisch vorgekommen. Anstatt einer senfig gelben Farbe wurde er plötzlich dauerhaft grün. Wie wir nun lernen durften deutet grüner Stuhl bei Babies darauf, dass es krank sein kann. Als dann auch noch Blutspuren dazu kamen, habe ich es bei der ersten Impfung am 31.03. angesprochen. Ab dem Tag habe ich Sami's KiA zu schätzen gelernt. Er hatte sofort eine Ahnung, nahm eine Stuhlprobe und riet mir erstmal ALLE Milchprodukte wegzulassen. Alles deutet auf eine Milchunverträglichkeit hin.

4. Akt - Blut und Wasser 
Neben der Stuhlprobe sollte auch noch Blut abgenommen werden, um eine ECHTE Allergie ggf. auszuschließen. Das geschah dann auch am 05. Mai 2015. Allerdings konnte oder wollte ich mir das nicht antun. Der Arzt merkte das sofort und bat mich das Zimmer zu verlassen, was ich dankbar tat.
Sami hat so bitterlich geweint, dass mir draußen auch zum Heulen zu mute war *Schnief*

5. Akt - Mehr Futter für den Kurzen
Da Sami immer noch zu dünn war, riet mir der Arzt mit einer Spezialnahrung zuzufüttern (siehe Teuer aber Wichtig die erste).

6. Akt - ein kleines Stückchen Butterschnitte
Am 14. Mai ging's dann auf die erste lange Reise zu den Großeltern nach Bluno und Dessau. In Bluno ließ man den Männertag mit einem Grillerchen ausklingen, Das war toll wäre da nicht diese Verwechlungsgefahr beim Brotschmieren. Anstatt der Margarine, die extra für mich gekauft wurde habe ich mein Brot mit stink normaler Butter beschmiert. Ich merkte es zwar und gab dies gleich weiter, hatte aber keine Ahnung, welche Konsquenzen dies haben wird. Der kleine hatte in den kommenden Tagen so einen harten Bauch, dass auch Opa Bluno Angst und Bange wurde. Allerdings wurde die Milcheiweiß-Unverträglichkeit damit erst richtig bestätigt.

7. Akt - Abstillen
Während dieser Zeit in Bluno ist mir so richtig bewusst geworden, wie stressig das Zufüttern ist. Anfangs habe ich mir gesagt: Ich stille nur noch nachts. Da kommt wenigstens genug. Das ging aber nicht lange gut, da dies schon der Anfang vom Ende war. Schweren Herzens habe ich mich dann in Dessau noch entschieden, nicht mehr zu stillen und Sami vollends mit Neocate zu füttern. (Siehe Verweise auf Teuer aber Wichtig)

8. Akt - es wird besser
Nach und nach hat Sami sichtlich zu genommen, so dass KiA und Eltern zufrieden waren.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen